Chronik 100 Jahre HG Oberdiessbach

Die Hornussergesellschaft (HG) Oberdiessbach wurde im Jahre 1912 ins Leben gerufen. Am 9. September, im Gasthof Bären in Oberdiessbach, gründeten 12 Initianten die HG Oberdiessbach. Eines der 12 Gründungsmitglieder, nämlich Hans Fankhauser, verliess die Gesellschaft bereits im gleichen Jahr. Er brach seine Zelte in der Schweiz ab, um nach Argentinien auszuwandern. Im Jahr 1919, acht Jahre später, traten die Oberdiessbacher dem eidgenössischen Hornusserverband bei. Der erste Präsident unserer HG Oberdiessbach hiess Alfred Bürki.
Die „Diessbacher", wie sie auch genannt wurden, spielten, respektive trainierten nicht auf einem festen Spielplatz. Man arrangierte sich mit den Landwirten, um gelegentlich im Dorf Übungen und Spiele auszutragen.
Aus den Memoiren sind folgende vier Plätze bekannt:
- In der Schlossallee; beim Schlossherr von Wattenwyl.
- Im Diessenhof, der befindet sich ausserhalb des Dorfes, in Fahrtrichtung Linden rechts nach dem Gemüselandwirt Bläuer.
- In der Wässermatte, die sich am Ausgang des Dorfes Richtung Herbligen befindet, zwischen der Bahnlinie und Hauptstrasse, auf der rechten Seite.
- Auf unserem aktuellen Spielplatz, dem Haubenmoos.
Von Zeit zu Zeit nahm man den Weg nach Thun in Kauf, um auf der Allmend Übungen durchzuführen. Das Materialdepot befand sich am Ort der jetzigen Kantonalbank, dort befanden sich früher Stallungen für Pferde des Hotel Löwen. Die Diessbacher machten sich dort ein Abteil als Materialdepot zu Nutze. Das Materialdepot war sehr zentral gelegen, da man zu den erwähnten Spielfeldern keine weite Strecke zurück legen musste.
Im Jahre 1928 beschloss die HG Oberdiessbach, das erste Vereinsbanner anzuschaffen. In den Geburtsjahren erlebten die Aktiven viele Hochs und Tiefs. Zu den Hochs gehörte bestimmt der Horngewinn am Emmentalischen Hornusserfest in Rüegsau im Jahre 1928. Mit 0 Nummern und 649 Punkten klassierten sie sich auf dem 6. Schlussrang. Leider fehlen uns die Unterlagen der ersten dreissig Vereinsjahre, somit wird die Geschichte unterbrochen und ab dem Jahr 1942 fortgesetzt. Mitten in der Zeit des zweiten Weltkrieges konnte man auch in Oberdiessbach die Auswirkungen des Krieges spüren. Die Felder wurden vermehrt für die Anpflanzung von Lebensmitteln genutzt, was das Üben fast verunmöglichte. Nennenswert ist jedoch die Hilfsbereitschaft der Mitglieder, die sich schon in der jungen Vereinsgeschichte zeigte. Mit dem Turnverein und dem Schwingklub führte man 1942 ein Kantonales Schwingfest durch. Der Anlass war ein voller Erfolg. Mit einem Reingewinn von CHF 1200, einzig für die Hornusser, waren alle Beteiligten sehr zufrieden.
1945 beschloss die HG Oberdiessbach an der Hauptversammlung neuartige „Stecken" zu erwerben. Die sogenannten „Wunderstecken" waren die ersten Metallstecken. Drei Exemplare wurden zur Ergänzung der Ausrüstung gekauft. Der „Isig", wie der Stecken auch genannt wurde, kam am Emmentalischen Hornussertag im gleichen Jahr zum Einsatz. Die Erfahrungen die unsere Aktiven gemacht haben, waren nicht die Besten. Viele, wenn nicht fast alle, aus unseren Reihen bekundeten grosse Mühe mit dem neuartigen Material. Aber keiner liess sich entmutigen und sie sagten sich, Übung macht den Meister! Vielleicht waren ein Jahr später die „Isigen" verantwortlich für einen weiteren sportlichen Höhepunkt. Am 11. August 1946 konnte die HG Oberdiessbach zum ersten Mal ein Hornusserfest gewinnen. Mit 0 Nummern und 486 Punkten konnten die Diessbacher die zweite Kategorie des Emmentalischen Jubiläumshornusserfests in Kirchberg für sich entscheiden. Der Preis, in Form eines geschnitzten Bären, wurde bis weit in die Nacht im Hotel Löwen gefeiert. Auch auf dem neuen Gesellschaftsfoto, welches im Jahre 1947 aufgenommen wurde ist der geschnitzte Bär ersichtlich. Nach dem grossen Triumph in Kirchberg konzentrierte man sich voll auf das Eidgenössische Hornusserfest 1947 in Belp. Mit grossem Elan und sogar mit zwei Mannschaftstrainern bereitete man sich auf das Belperfest vor. Leider kam alles anders als man dachte: mit 10 Nr. und 901 Punkten landete man auf dem viertletzten Schlussrang. Sportlich gesehen lief es in den folgenden Jahren gar nicht gut. Im Jahre 1948 kassierte man doch ganze 45 Nummern. Der HG Oberdiessbach, mit ihren 26 Aktivmitgliedern, fehlte grössten Teils die Motivation. Auch finanzielle Schwiegrigkeiten beeinflussten das Vereinsgeschehen im negativen Sinn. Dank der Durchführung des ersten Lottomatches im Jahre 1948 konnte eine finanzielle Krise abgewiesen werden. Mit dem Betrag von rund CHF 560 wurde die Vereinskasse wieder gefüttert. Grund für die Misere war das Belperfest, denn die Teilnahme kostete die Gesellschaft schon CHF 400! Der Kontostand der Vereinskasse wies in den folgenden Jahren ein grösseres Vermögen aus. Dies dank der Durchführung des Horn- und Bechermatches im Jahre 1954 und im gleichen Jahr eines zweiten Lottomatches. Nun waren die Finanzen wieder im Lot, und man konnte sich voll auf den Sport konzentrieren. Im Jahre 1957 wurde an der Hauptversammlung beschlossen, dass pro geschlagenen Nuller 20 Rappen in die Vereinskasse eingezahlt werden muss. Diese Regel galt für Übungen sowie Wettkämpfe. Mit solchen Massnahmen erhoffte man sich dass die Beteiligung an den Übungen erhöht werden kann. Das Training wurde immer wichtiger, denn im Jahre 1960 beschlossen die Diessbacher an der Emmentalischen Meisterschaft teilzunehmen. Die Emmentalische Meisterschaft wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen. Die HG Oberdiessbach konnte alle vier Spiele zu Hause absolvieren. Leider verloren sie sämtliche Spiele und belegten den letzten Platz in der 2. Stärkeklasse mit 14 Nummern und 1466 Punkten. Ein Trost blieb, Alfred Aeschlimann gewann als einziger das Kranzabzeichen mit 188 Punkten aus vier Spielen. Auch neben dem Hornusserplatz war zu Beginn der 60er Jahre einiges los. Zum zweiten Mal waren die Hornusser Trägerverein eines Grossanlasses, wie im Jahre 1942, mit den Turnern und den Schwingern. Dieses Mal war es kein Kantonales-, sondern ein Emmentalisches Schwingfest. Fritz Egli feierte im Jahre 1961 einen sehr grossen Erfolg. Er konnte die Meisterschaft der Emmentaler in der 2. Stärkeklasse für sich entscheiden, mit 216 Punkten aus 4 Spielen. Viel zu feiern hatten die Diessbacher auch im Folgejahr: die HG Oberdiessbach konnte ihren 50. Geburtstag feiern. Der Verein beschenkte sich zu seinem runden Geburtstag mit einer neuen Fahne. Der neue Banner wurde von der Firma Siegrist in Langenthal geliefert. Natürlich wurde auch ein Fahnenweihhornussen am 2. September 1962
veranstaltet. Die neue Fahne wurde feierlich nach den Wettkämpfen auf dem Haubenmoos an die HG Oberdiessbach übergeben. Fünf Jahre später liefen die Hornusser am Emmentalischen Hornusserfest in Burgdorf zu einer Höchstleistung auf. Die HG Oberdiessbach konnte nach 1928 ein weiteres Horn in die Heimat nehmen. Sie gewannen die 2. Stärkeklasse mit 0 Nummern und 730 Punkten. Zu Beginn der 70er Jahre, genauer gesagt im Jahre 1972, wurde ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte gesetzt. Die HG Oberdiessbach konnte den zweiten Turnus der Emmentalermeisterschaft der 2. Stärkeklasse für sich entscheiden. Der Turnus dauerte von 1966 bis 1972, also sechs Jahre. Alfred Aeschlimann belegte nach den sechs Jahren den zweiten Platz der Einzelschlägerwertung, eine sensationelle Leistung! Weiter besuchte man, ein Jahr später, zum ersten Mal die Gruppenmeisterschaft. Mit zwei Gruppen reiste man nach Ramsei, leider ohne grossen Erfolg. Im Jahre 1975 war es dann so weit, die Hornusser konnten endlich ihr eigenes Klubhaus erstellen. Unter tatkräftiger Mithilfe aller Hornusser begann man am 4. Oktober 1975 mit dem Fundament des Hauses. Das Hornusserhaus basiert auf einem Fertigbauhaus, dass von der Firma Frutiger geliefert wurde. Die Fertigstellung des Hornusserhauses dauerte bis ins Jahre 1984. Im besagten Jahr wurde endlich die Aussenhülle in Form von chaletbraunem Eternit unter der Leitung von Arthur Kräuchi montiert. Das erste Wirtepaar, welches die Hornusser bewirtete, waren Annerös und Ueli Wegmüller. Im Jahre 1977 wurde das neue Klubhaus der Diessbacher mit einer Hüttenweihe auf dem Haubenmoos gebührend eingeweiht. Zu feiern hatte auch die erste Gruppe der HG Oberdiessbach an der Emmentalischen Gruppenmeisterschaftsausscheidung im Jahre 1980. Mit 0 Nummern und 340 Punkten konnten sie sich in Burgdorf die Finalteilnahme sichern.
Leider mussten sie sich im Final, der in Schlosswil statt fand, mit zwei Nummern früh aus dem Rennen verabaschieden. Das Vorstandsmitglied Hans-Peter Hirter, Langschläger der HG Oberdiessbach, konnte sein Können am Eidgenössischen Hornusserfest in Jahre 1982 ein weiteres Mal unter Beweis stellen. Mit 123 Punkten konnte er sich den begehrten Silberkranz auf sein Haupt setzten lassen. Zudem war er an diesem Hornusserfest der beste Emmentalische Hornusser! Drei Jahre später war das Haubenmoos Austragungsort der Emmentalischen Gruppenmeisterschsftsausscheidung. Unter der Leitung von Vereinspräsident Hans-Peter Hirter wurden 5 Riese für den 23. und 24. März 1985 bereit gestellt. 108 Gruppen bemühten sich damals darum, in den Final zu kommen. Nach über 50 Jahren Wartezeit konnte die HG Oberdiessbach ein Jahr später zum zweiten Mal an einem Eidgenössischen Schwing- und Aelplerfest teilnehmen. Am Samstag des 23. August reiste eine hoch motivierte Mannschaft mit dem Carunternehmen Schnidrig nach Sitten. Nach Hause trugen die Diessbacher einen 13. Rang. Im Jahre 1987 konnte der Verein sein 75-jähriges Bestehen feiern. Unter der Leitung des OK-Präsidenten Peter Bieri, Grossrat in Bern, wurden am Wochenende des 3. und 4. Oktober je 10 Gesellschaften eingeladen. Ein wunderbares Fest, bei herrlichem Wetter, soll es gewesen sein. Zwei Jahre später mussten die Diessbacher von dem Bockhersteller Loretan auf den Hersteller Grossenbacher umsteigen. An der Hauptversammlung wurde beschlossen einen Übungsbock, dieser gab es zu dieser Zeit für CHF 350, zu erwerben. Im gleichen Jahr führte man mit der Hornussergesellschaft Herbligen das Junghornusserfest durch, mit Spielort in Herbligen. Zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft 1991 veranlassten wir ein Plausch-hornussen auf dem Haubenmoos. Weiter organisierte die HG Oberdiessbach die Gruppen-meisterschaftsausscheidung des EMHV, unter der Leitung des damaligen Präsidenten Walter Reber. Wiederum wurde eine materialtechnische Änderung vorgenommen. Die neuartigen Kunstoffschindeln wurden angeschafft. Zudem wurde der Bockstand mit Eisenbahnschwellen umrahmt. Im Jahre 1993 organisierte man zum zweiten Mal ein Nachwuchshornusserfest mit Herbligen. Aus den Büchern ist zu entnehmen, dass dieses Fest der grössere Erfolg war als die Premiere. Nach fast 20 Jahren Dienst am Gast musste ein neuer Wirt gesucht werden, da Ueli und Annerös demissionierten. Dies stellte die Gesellschaft vor grosse Probleme, da ein Nachfolger nicht einfach zu finden war. Ein Jahr später musste die HG Oberdiessbach ihr Stammlokal wechseln. Seit Gründung der Gesellschaft hatten die Diessbacher ihren Fahnenkasten mit Preisen im Hotel Löwen. Nach 82 Jahren Hotel Löwen wurde das Restaurant Bären zum neuen Vereinslokal. Es versteht sich von selbst, dass der Fahnenkasten im neuen Vereinslokal installiert wurde. Im Weiteren wurden erste Renovationsarbeiten am Hornusserhaus getätigt. Die Laube mit den Tragelementen erhielten einen neuen Anstrich. Das Jahr 1995 war eine sehr legendäre Zeit. Die HG Oberdiessbach konnte in der Schweizermeisterschaft den Aufstieg von der 4. in die 3. Liga realisieren. Ein sehr grosser Erfolg. Die HG Oberdiessbach verzeichnete in den letzten Jahren mehr sportliche Misserfolge als Erfolge. Dies veranlasste den amtierenden Präsidenten Andreas Amstutz und Walter Wyss, den Hornussern ein Dopingmittel in Form eines Gläschen Honigs zu überreichen, damit die Kraft noch länger anhalten würde! Das Doping wirkte, schon im darauffolgenden Jahr gewann man das Interkantonale Hornusserfest in Steinen b. Signau in der 2. Stärkeklasse. 1997 veranlasste man das erste Trainingslager, man übte den Sport im Ferienheim bei Oberwil aus, dies sollte Wirkung zeigen. Nach neun Meisterschaftsspielen stand man zuoberst in der Rangliste. Der Aufstieg in die 2. Liga war somit perfekt. Auch am Eidgenössischen in Diessbach b. Büren hornussten die Diessbacher hoch hinaus. Mit 0 Nummern und 1840 Punkten entschied die HG Oberdiessbach die 5. Stärkeklasse für sich. Zudem konnte Peter Lüthi den Silberkranz auf seinem Haupt nach Oberdiessbach an den Empfang tragen. Zur Feier des Tages spendete Andreas Amstutz einen neuen Hornusserbock, somit löste er sein Versprechen ein, denn wenn am Eidgenössischen ein Horn gewonnen wird, wolle er einen Bock spenden, sagte er im Voraus. Im Jahr 1998 stieg man von der 2. Liga in die 1. Liga auf, ausserdem konnte man in Zielebach am Interkantonalen das zweite Horn in der 3. Stärkeklasse nach Hause nehmen. Ein weiterer Erfolg kam im Jahre 1999 dazu. Am Interkantonalen in Inkwil verzeichnete man einen 2. Rang in der 2. Stärkeklasse. Die HG Oberdiessbach erlebte in den späten 90er Jahren sehr grosse Erfolge, es war die prägenste Zeit. Der Verein wurde zunehmend professionalisiert, es wurden Sponosoringverantwortliche erkoren, eine Resultatwand wurde angeschafft, wo man mittels Funk die Streiche zum Hornusserhaus übermitteln kann. Man verspürte einen sehr grossen Elan in der HG Oberdiessbach. Zum Jahrtausendwechsel erfolgte der Umbau des Hornusserhauses. Eine neue Küche wurde montiert und die Sanitären Anlagen erweitert. Die Umbauzeit erstreckte sich bis ins Jahr 2001. Im besagten Jahr wurde abschliessend zur Renovation des Hauses, die Gebäudehülle auf Vordermann gebracht. Weiter erlebten die Diessbacher wahrscheinlich einer der grössten sportlichen Erfolge in der Vereinsgeschichte, den Aufstieg in die Nationalliga B. Dieser wurde nicht nur vereinsintern rege gefeiert, auch die Gemeinde feierte mit. An den Oberdiessbach-Awards wurde die HG Oberdiessbach für diese sensationelle Leistung mit einem Mannschaftspreis ausgezeichnet. Im Jahre 2002 feierte der eidgenössische Hornusserverband sein 100-jähriges Bestehen. Am Jubiläumsfest, welches in Reiden statt fand, vermochten die Diessbacher ein weiteres Top Ergebnis abzuliefern. Dies war ja bekanntlich ein spezielles Fest, insbesondere der Spielmodus. Man qualifizierte sich nach einem Cup-System immer weiter in die nächste Runde. Am Schluss belegte die Mannschaft den 15. Schlussrang, d.h. wir waren die 15. beste Gesellschaft der Schweiz, ein riesiger Erfolg für den ganzen Verein! Im gleichen Jahr wurde ein neues, das dritte Gesellschaftsbanner angeschafft. Nach der Hauptversammlung konnte es bei der Firma Heimgartner in Wil in St. Gallen bestellt werden. Die Fahnenweihe wurde erst zwei Jahre später durchgeführt. Walter Wyss hatte den Sitz als OK-Präsidenten inne. Vermehrt trainierten die Diessbacher zu dieser Zeit auch durch den Winter. In der alten Ziegelei in Oberdiessbach konnten sie unter Dach das Schlagen üben. Reichlich wurden solche Gelegenheiten beim Schopf gepackt, denn in der NLB rauschte nun ein anderer Wind. Im Jahr 2003 konnte die HG Oberdiessbach einen weiteren Meilenstein in ihrer Vereinsgeschichte setzen. Mit 22 Ja Stimmen wurde an einer ausserordentlichen Mannschaftsitzung die B-Mannschaft ins Leben gerufen. Die B-Mannschaft bestand aus 13 aktiven eigenen Hornussern, der Rest an fehlenden Aktiven wurde mit eigenen Nachwuchshornussern ergänzt. Dies führte wiederum zu baulichen Massnahmen auf dem Haubenmoos. Es wurde ein Container neben das Hornusserhaus gestellt, wo die B Mannschaft und der Nachwuchs ihr Materialdepot auffand, und zusätzlich wurde ein Übungsbockstand unter dem Haus errichtet. Im Jahre 2004 wurde weiter gebaut an unserem Hornusserhaus. Da jetzt durch zwei Mannschaften ein reger Spielbetrieb auf dem Haubenmoos herrschte, war man gezwungen, einen Anbau in Form eines Zeltes zu realisieren. Somit wurde das Platzproblem der Gäste gelöst. Im gleichen Jahr fand die bereits erwähnte Fahnenweihe statt. Die Spielfelder erstreckten sich über das Haubenmoos und der Festplatz befand sich bei Lüthi’s auf der mittleren Haube. Was für ein Erfolg war diese Fahnenweihe, ab und zu wird heute noch davon gesprochen! Einen Erfolg erlebte auch unsere B-Mannschaft: sie konnte ihr erstes Horn mit 0 Nummern und 1015 Punkten am Interkantonalen in Messen gewinnen. 2005 wurde im Sinne aller Kinder auf dem Haubenmoos ein Spielplatz erbaut. Die Erfolgsgeschichte ging auch im Jahre 2006 für die B-Mannschaft weiter. Mit dem Aufstieg in die 4. Liga und dem 2. Rang am Eidgenössischen Hornusserfest in Thörigen-Bleienbach war dies das bisher erfolgreichste Jahr unserer B-Mannschaft. Weiter wurde der Schritt ins World Wide Web gewagt. Roland Meyer war unser erster Webmaster, der bemüht war, unser Tun in die weite Welt zu bringen. Im Jahr 2007 konnte die A-Mannschaft wieder einmal gross auftrumpfen. Mit dem 4. Rang in der 1. Stärkeklasse am Interkantonalen Hornusserfest im benachbarten Wichtrach waren wir definitiv in den Spitzengesellschaften vertreten. Das Jahr 2009 beendete unsere Tätigkeiten in der Nationalliga B. Die A-Mannschaft stieg nach einer turbulenten Saison in die 1. Liga ab. Wehmut und Trauer war zu verspüren, aber der Wille den sofortigen Wiederaufstieg zu erkämpfen war da....


Hansueli Thomi konnte trotz dem misslungenen Vereinsjahr am Eidgenössischen in Höchstetten eine super Leistung zeigen. Er gewann die 3. Glocke in der Einzelwertung in der 7. und 8. Stärkeklasse.
Die erste Saison der A-Mannschaft in der 1. Liga wurde fast ein Erfolg, auf der Zielgerade verspielten wir aber den ersehnten Wiederaufstieg. Doch es gab doch noch eine Erfolgsmeldung aus unseren Reihen. Peter Lüthi gewann die Einzelwertung der 1. Liga. Zudem wurde die erste Sitzung des OK’s vom 100-jährigen Jubiläum der HG Oberdiessbach abgehalten. Das Jahr 2011 war für uns Mitglieder ein riesiger „Chrampf". Als einer der drei Trägervereine des Kantonalen Schwingfestes leisteten wir unzählige Arbeitsstunden zum schlussendlich sehr erfolgreichen Anlass. Einen „Chrampf" hatten auch die beiden Mannschaften. Die B-Mannschaft konnte auf den letzten Zacken den Abstieg in die 5. Liga verhindern.
Die A-Mannschaft jedoch legte eine einwandfreie Saison aufs Parkett. Ohne Nummer aus den 11 Meisterschaftsspielen konnten wir verdient den Wiederaufstieg in die NLB feiern, und wie! Das Double schaffte wiederum Peter Lüthi mit dem erneuten Gewinn der Einzelwertung der 1. Liga. Auch Marcel Moser konnte den sehr guten 3. Schlussrang in der Einzelwertung der 4. Liga schaffen. Das Jubiläumsjahr 2012 läuft auf vollen Touren. In diesem Jahr konnte ein Materialanhänger angeschafft werden. Dieses nützliche Hilfsmittel wurde dank etlichen Frondienststunden realisiert.

Wir hoffen, dass wir euch mit diesen Zeilen einen kleinen Einblick in die vergangenen 100 turbulenten Jahren der HG Oberdiessbach verschaffen konnten.